2026 - Ems-Radtour

Juni 2026 Fahrradtour an der Ems

Zuallererst, manchmal geht vieles schief, und ein anderes Mal fast alles. So haben wir im Vorfeld zur Ems Radtour „10 kleine Negerlein“ gespielt. Aus den ursprünglich 13 angemeldeten blieben nur 4 letzte Mohikaner übrig. Es gab Krankheiten, Trauerfälle, Rekonvaleszenz, Nachwuchs und so weiter. Doch im Nachhinein hat das unserer Tour keinen Abbruch getan: das Emsland ist ein sehr unterschätztes Urlaubsgebiet, nicht bekannt für seine Attraktionen, doch die gibt es durchaus.

Übernachtet haben wir in Lingen (Ems) im Hotel „Zum Märchenwald“. Das Hotel war schön und super auf Radfahrer eingestellt. Das Frühstück war lecker, das Abendessen wohl auch, denn wir konnten keinen Tisch für uns ergattern. So suchten wir die lokale Gastronomie heim und hatten 2 von 3-mal ein wirklich leckeres Abendessen. Nicht schlecht! Doch was waren die einzelnen Etappen der Radtour.


Etappe 1: Ems aufwärts bis Salzbergen und zurück nach Lingen (ca. 50 km)

Am ersten Tag nach einer gemütlichen Anreise machten wir Christa und ich uns schnell auf den Weg zum Emsradweg. Da wir ja leider auf Grund des fehlenden Fahrers nicht in Greven starten konnten und der Enterprise-Beamer noch nicht funktionierte, fuhren wir einfach Ems aufwärts. Der Weg führte uns fast immer am Dortmund-Ems-Kanal entlang, nahe bei war das ehemalige Atomkraftweg, wir passierten das Hotel „Zum Wasserfall“, ehe wir dann ein wenig landeinwärts einbogen. Hier passte uns der hiesige „Alleinunterhalter“ ab, der uns vor Gewitter warnte und ähnliches. Und weiter ging es bis Salzbergen, wo es eine riesige Baustelle gab. Unterwegs haben wir die Ems gar nicht mehr gesehen, dafür ging es durch schöne Wälder. Auf dem Rückweg sahen wir dann aber die Ems wieder sie hatte sich nur hinter den Bäumen versteckt. Nun musste eine Stärkung her, es gab eine Tasse Kaffee mit einem riesigen Stück Kuchen und das zu einem vernünftigen Preis. Damit hatten wir uns genug gestärkt und wir machten uns auf die letzten Kilometer zum Hotel, wo wir nun auch einchecken konnten. Angekommen trafen wir Angela und Ingrid, die eine ziemlich stressige Anreise hatten. Deswegen fuhren wir dann auch zum Essen mit dem Auto.


Etappe 2: Lingen (Ems) – Meppen – Haren (Ems) (ca. 60 km)

Der zweite Tag begann natürlich mit gutem Wetter und einem wirklich guten Frühstück. Danach trennten wir uns, Christa und ich fuhren Ems abwärts und Angela und Ingrid erkundeten, was wir am ersten Tag gemacht hatten. Für uns ging es erst einmal Ems abwärts bis Meppen. Wir sahen die ganze Zeit Ems oder Dortmund-Ems-Kanal, fuhren an monumentaler Industrie vorbei und erreichten Meppen. Dort hielten wir uns nicht lange auf und verließen nun die Ems, wir folgten einem alten Ens-Arm und durchquerten einen verzauberten Wald. So einen verwunschenen Wald haben wir lange nicht gesehen, ein Mischwald, er erinnerte an Fangorn, den Wald aus dem Herrn der Ringe. Langsam fuhren wir auf gut fahrbaren Waldwegen den Wald bis wir einen Rastplatz fanden, um unsere Trinkspeicher wieder aufzufüllen. Dann ging es weiter nach Haren, unterwegs fanden wir die Ems wieder, und in Haren hatten wir dann die Möglichkeit einen Snack zu uns zu nehmen. Mittlerweile war es sehr heiß geworden und wir beschlossen ein wenig abzukürzen. Anstelle von Bahnhof Lathen fuhren wir zum außerhalb gelegenen Bahnhof Haren (Ems). Es stellte sich heraus, dass wir in Wirklichkeit wohl nur 3-4 km verkürzt hatten, nun gut. Die Zugfahrt funktionierte gut und auch das Hotel fanden wir vom Bahnhof aus schnell. Abends fuhren wir dann gemeinsam zum Essen nach Lingen zur „Alten Poststation“. Hier gab es wirklich gutes Essen.


Etappe 3: Leer – Papenburg, ein wirklich heißer Tag

Nun war der dritte Tag herangebrochen. Wie immer: Frühstück, dann ab zum Bahnhof, wo wir den Zug nach Leer nahmen. Und es war heiß, richtig heiß. Wir besuchten die Altstadt in Leer, verkosteten die lokalen Spezialitäten, Krabbenbrötchen und Lachs. Leer ist wirklich eine Reise wert, schöne Altstadt, liebenswürdige Menschen, schöne Architektur. Aber wir wollten auch Fahrrad fahren. So fuhren wir dann von Leer nach Papenburg, insgesamt 30 km, aber es war heiß, sehr heiß. Sobald man stehen blieb, schwitze man. So machten auf den knapp 30km 3x Rast, um zu trinken und waren dann froh, wieder zu radeln. Papenburg war nett, wir fuhren an der riesigen Meyer Werft vorbei und erreichten die Altstadt die an einem Kanal gelegen war. Hier gab es ein Eis, vorher durfte der „schlappe“ Krieger die Augen zumachen, wohingegen Christa sich alles genauer anschaute. Und was soll ich sagen: danach ab in die Heimat nach Lingen. Hier trafen wir dann Ingrid und Angela und verbrachten noch einen schönen Abend beim „Grünen Jäger“.


Der Rückreisetag

Am letzten Tag packten wir unseren Kram zusammen und fuhren zu einem nahe gelegenen Ort. Von hier aus fuhren wir mit dem Rad zum Speichersee. Wie der Name schon sagt, ist die kein normaler See, er wurde gebaut, um als Notkühlung für das Atomkraftwerk zu dienen, falls die Ems nicht genug Wasser hat. Was hat man also gemacht: einen 6 km langen,20m hohen Wall kreisförmig gebaut und das ganze mit Wasser aus der Ems voll zu pumpen. Nun ist daraus ein wunderschönes Naherholungsgebiet geworden. Man kann über die Deichkrone mit dem Rad in 30 Minuten den See umrunden und hat die ganze Zeit einen wunderbaren Blick. Dies war dann unsere letzte Aktivität. Die Tour war vorbei, für uns beide auf jeden Fall.

Angela und Ingrid verlängerten den Trip noch mit einem Aufenthalt in Leer und auf Borkum. Es war schön mit euch, danke an all.

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